Galerie

Die Forscher bei einer Stolpersteinverlegung

Als großen Abschluss für unser Stolpersteinprojekt durften wir am 13. Juni 2025 bei einer richtigen Stolpersteinverlegung am Brüsseler Platz dabei sein. Einen Einblick in diese einzigartige Erfahrung erhalten Sie in diesem Beitrag.

Zum Abschluss unseres Stolpersteinprojekts unternahmen wir mit den Forschern, unseren angehenden Schulkindern, einen besonderen Ausflug: Wir durften die Verlegung von drei neuen Stolpersteinen in unserer Stadt miterleben. Am Brüsseler Platz wurden für die Familie Seligmann Steine verlegt, konkret handelte es sich um eine Nahcverlegung, da bereits der erste Stein für Herrn Jakob Seligmann lag. Der Stein wurde bereits im Jahr 2000 verlegt, damals war unbekannt, dass er auch eine Ehefrau und Kinder hatte. Es waren  sogar Familienangehörige aus Israel zur Verlegung angereist. Der Förderverein des Berufskolleg Ehrenfelds hat die Verlegung der drei Stolpersteine gestiftet und die Möglichkeit ist dank unseres Praktikanten, welcher am Berufskolleg Ehrenfeld die Ausbildung macht, entstanden.
Gemeinsam mit den Kindern beobachteten wir gespannt, wie die kleinen Gedenksteine in den Gehweg eingelassen wurden – genau dort, wo die betroffenen Menschen einst gelebt hatten. Tatsächlich sind die Steine aber gar nicht so klein, wie man immer denkt, denn nach unten hin verschwinden einige Zentimeter in der Erde. Das denkt man so gar nicht, wenn man im Alltag über die Steine stolpert.

Im Anschluss konnten wir die Stolpersteine aus der Nähe betrachten. Die Kinder zeigten großes Interesse und stellten viele Fragen zu den Namen und Lebensgeschichten, die auf den Steinen zu lesen waren. Ein besonders bewegender Moment war das Kennenlernen der Familie, deren Verwandte mit den neuen Stolpersteinen geehrt wurden. Sie erzählten uns von ihrer Familiengeschichte und nahmen sich Zeit, auf die Kinder einzugehen. Dabei waren sie sichtlich gerührt, dass unsere Kinder sich bereits so früh für das wichtige Thema interessieren und vieles über Stolpersteine wissen wollen. Spannend war für die Kinder, zu erfahren, dass es sich bei den Menschen um ganz normale Personen wie ich und du handelt. Die Enkeltochter der betroffenen war sogar eine Erzieherin und arbeitet in der Heimat ebenfalls mit Kindern zusammen. 

Der Ausflug war ein eindrucksvoller Abschluss unseres Projekts. Die Kinder konnten Geschichte nicht nur hören, sondern erleben – und nahmen viele Eindrücke mit nach Hause.